Wenn Beschwerden erst in Ruhe auftauchen

Veröffentlicht am
03 July 2026
Zwei Frauen in einem hellen Raum, eine steht aufrecht mit grauem Shirt und Brille, die andere in weißem Shirt zeigt mit der Hand nach unten.

Das Konzept des Stresseimers erklärt

Vielleicht geht es Dir wie vielen meiner Klienten:

„Im Urlaub werden die Beschwerden plötzlich schlimmer.“
„Sobald ich mal runterfahre, kommt alles hoch.“
„Die ganze stressige Zeit habe ich funktioniert – und jetzt macht mein Körper dicht.“

Für die meisten wirkt das erstmal unlogisch. Eigentlich müsste Entspannung/Ruhe/Urlaub doch guttun?!

Warum es in Ruhe manchmal erst schlimmer wird, bevor es besser wird, klären wir jetzt.

Dein Nervensystem arbeitet nicht nur mit einzelnen Reizen

Oft suchen wir bei Beschwerden nach DER einen Ursache. DER falschen Bewegung. DEM einen Auslöser. DEM einen Moment. Spoiler Alert: Bei anhaltenden Beschwerden gibt es sie meist nicht. Denn: Unser Nervensystem reagiert vor allem auf Gesamtbelastung.

Und genau hier hilft das Bild des „Stresseimers“.

Stell dir dein Nervensystem wie einen Eimer vor

Alles, was dein System als potenziell gefährlich oder unsicher bewertet, landet bildlich gesprochen in diesem Eimer.

Zum Beispiel:

  • zu wenig Schlaf
  • emotionaler Stress
  • Konflikte
  • Reizüberflutung
  • Zeitdruck
  • flache Atmung
  • dauerhafte mentale Alarmbereitschaft
  • zu wenig Bewegung
  • zu viel Bewegung
  • einseitige Haltung wie z.B. nur sitzen oder nur stehen
  • soziale Anspannung
  • wenig Energiereserven, aka wenig Nährstoffe & Flüssigkeit, unregelmäßiges Essen
  • uvm

Wenn der Eimer voll ist, dann merken wir das körperlich, z.B. als Schmerz.

Nicht falsch verstehen: Das bedeutet nicht, dass all diese Dinge pauschal schlecht oder gut sind. Es bedeutet lediglich: "Das läppert sich." Wichtig ist: Wie DEIN System sie bewertet. denn Stress hat viele Gesichter und ist hochindividuell. Was für den einen komplett entspannt ist, kann für jemand anderen extrem belastend sein.

Viele Menschen merken gar nicht, wie voll ihr Eimer eigentlich ist

Vor allem Menschen, die „gut funktionieren“, merken ihre Überlastung oft erst sehr spät. Sie stehen morgens auf, gehen arbeiten oder organisieren den Alltag, gehen ins Bett und wiederholen das Ganze am nächsten Tag. Von außen wirkt erstmal alles normal. Innerlich läuft das System dauerhaft auf Hochspannung.

An sich in Isolation betrachtet ist Hochspannung nichts schlimmes. Unser System kann und darf Hochleistung bringen. Voraussetzung: Nach der Hochspannung folgt eine Regenerationsphase, in der unser System die leergelutschten Energiespeicher für das nächste Hoch wieder auffüllen kann.

Ein Problem wird Hochspannung erst dann, wenn Daueranspannung normal wird und keine Regenerationszeit mehr folgt.

Das Hexenschuss-Phänomen

Vielleicht kennst du das: Du hebst einen Stift auf, beugst dich leicht nach vorne, oder drehst dich zu einem Freund, der Dich gerade gerufen hat. Und ZACK: Hexenschuss. Der Schmerz schießt plötzlich richtig rein.

Und sofort kommt die Frage: „Wie kann DAS jetzt passiert sein, ich hab doch gar nichts gemacht?“ Richtig, in dem Moment hast Du nichts gemacht. Die Tage und Wochen davor vermutlich schon.


Die Bewegung selbst war also gar nicht das eigentliche Problem. Sie war nur der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Wenn die Gesamtbelastung zu groß wird

Als menschliche Lösungen beginnen wir dann häufig, den Fehler ausschließlich dort zu suchen, wo der Schmerz auftaucht. Beim Rücken, beim Nacken und und und. Wie Ihr schon wisst, wird man dort oft nur begrenzt fündig.

Wochenlange Belastung auf allen Ebenen gepaart mit fehlender ECHTER körperlicher und mentaler Erholung wird irgendwann zur Überlastung. Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Schmerz ist dann oft nur der spürbare Teil dieser Überlastung.

Und jetzt kommt der spannende Urlaubs-Teil:

Warum wird es im Urlaub manchmal schlimmer?

Endlich Urlaub. Endlich Ruhe. Endlich abschalten. Und plötzlich ist man erstmal eine Woche krank, maßlos erschöpft oder von starken Schmerzen geplagt. Migräne-Patienten kennen häufig den Begriff "Urlaubs- oder Wochenendmigräne". „Ich denke, mein Körper braucht Ruhe? Das kann doch jetzt nicht sein!.“

Doch. Manchmal schon. Denn während stressiger Phasen läuft unser System häufig im „Funktionieren-Modus“. Das Nervensystem priorisiert Durchhalten & Überleben. Das Immunsystem arbeitet dann anders und alle Reize, die nicht dem Überleben dienen wie "ich bin müde" oder "hier ziept es" werden hintenan gestellt. Deswegen berichten auch viele "Funktionieren-Menschen", dass vor dem Schmerzausbruch alles okay und nichts spürbar war. Der Fokus war gar nicht da.

Erst wenn Ruhe einkehrt, wird überhaupt wieder wahrnehmbar, wie voll der Eimer eigentlich war.

Viele Menschen  fühlensich dann in Ruhe plötzlich erstmal schlechter statt besser. Nicht weil Entspannung schlecht ist, sondern weil das System nun alles nachholt, was es in letzter Zeit zurückgestellt hat. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Der Körper arbeitet nicht gegen dich

Das ist mir an dieser Stelle extrem wichtig. Viele Menschen entwickeln irgendwann ein Gefühl von: „Mein Körper macht einfach, was er will und ist gegen mich.“ Aber meistens tut er genau das nicht. Unser System reagiert logisch auf Belastung, ob wir das nun hören und wahrhaben wollen oder nicht. Wenn ich in meiner Coachingzeit eins gelernt habe: Unser System lügt nicht. Unser Körper gibt uns lediglichFeedback.

Das ist natürlich nicht immer angenehm, aber meist plausibel. Der Körper ist nicht schwach, weil er Symptome zeigt. Im Gegenteil. Oft zeigt er einfach: „So wie gerade funktioniert es langfristig nicht.“

Warum reine Symptombehandlung oft nicht nachhaltig hilft

Und genau hier erklärt sich auch ein stückweit, warum Massagen, einzelne Physioübungen o.ä. bei anhaltenden Beschwerden oftmals nicht die erhoffte Wunderlösung bringen. Wichtig: Es gibt durchaus Fälle, in denen Massagen oder Physiobesuche absolut empfehlenswert sind. Nur meistens eben nicht bei den Menschen, die zu mir kommen und den Schmerz nicht "loswerden".

Wenn der Eimer dauerhaft überläuft, bringt es oft wenig, nur einen Tropfen zu entfernen. Das System braucht insgesamt wieder mehr Balance, mehr Sicherheit, Regulation und Entlastung. Wie das aussieht ist von Person zu Person individuell. Das geht von gezielterer Muskelkräftigung, über gedankliches Loslassen & Druck rausnehmen, über mehr andere körperliche Bewegungsvielfalt, über schnöde Atempausen hin zu einer nährstoffreicheren Ernährungsform.

Wie immer startet die Auswahl des "richtigen" Tools mit VERSTEHEN, Z.B. durch eine ehrliche Reflexion von:

Welche Faktoren füllen meinen Eimer wirklich?
Welche Situationen kosten mich körperliche vs. mentale Energie?
Wann bin ich dauerhaft angespannt?
Wann fühle ich mich gut und sicher?
Welche Muster erkenne ich?

Genau dort kann echte Veränderung beginnen.

Was du aus diesem Artikel mitnehmen kannst

Ich vermute, dein Körper reagiert nicht zufällig und Du bist auch nicht einfach empfindlich oder schwächer als andere. Vielleicht ist dein System schon lange im Hintergrund damit beschäftigt, Belastung auszugleichen, die Du selbst kaum noch als solche wahrnimmst.

Es geht im ersten Schritt aus meiner Sicht nicht darum, Symptome wegzubekommen, sondern erstmal darum zu verstehen, warum dein Körper sie überhaupt erzeugt. Auf geht's, Du kannst das!

Danke, dass Du hier bist!

Deine Anni

Was meine Kunden sagen

Menschen, die den Schritt gegangen sind – und spürbar etwas verändert haben.

"Ich gehöre zur älteren Fraktion (Ü60), bin übergewichtig und habe irgendwann gemerkt, dass ich - abgesehen von zweimal wöchentlich Yoga - mehr für meine Gesundheit tun muss. Beim OutdoorFitness finde ich genau das, was ich brauche: Kardio, Ausdauer und Muskelaufbau - und das alles an der frischen Luft !Ich bin nun seit knapp einem Jahr dabei und war in dieser Zeit nicht einmal erkältet. Das Team ist sehr nett, ich fühle mich voll akzeptiert und gut aufgehoben. Anni ist ein MegaCoach. Sie gestaltet die Stunden sehr abwechslungsreich und ist dabei professionell, motivierend und humorvoll. Jedes Mal schafft sie es, mich aus dem stressigen Alltag herauszuholen"
"Ich war bei Anni wegen meiner Migräne sowie Verspannungen und schlechte Haltung. Ich dachte, ich hab schon alles dazu gehört, aber Anni hat alles noch einmal neu aufgerollt und ganz neue Erkenntnisse gebracht. Es war alles sehr gut erklärt und logisch. Ich freue mich nun auf meine persönliche Optimierung sowie die weitere Zusammenarbeit. Wer gerne an sich und seiner Gesundheit arbeiten möchte, sollte unbedingt mal eine Erstanalyse bei Anni buchen!"
Logo Anni Liza Kallsen
Lisa Rose
"Ich habe den Schmerzworkshop bei Anni besucht und bin total begeistert, denn man nimmt ja von jedem Workshop oder von jeder Fortbildung etwas mit, doch hier war es sogar noch mehr - es wird über sich hinaus gewachsen und das schönste ist, dass die praktischen Übungen immer wieder schnell und in weniger als 2 Minuten in den täglichen Alltag übertragen werden können. Vielen Dank für diese wichtige Zeit für MICH ;-)"
Logo Anni Liza Kallsen
T. J.
"Ich hatte bis jetzt 9 Treffen mit Anni wegen Schmerz reduzierung im Rücken. Die Schmerzen sind um mehr als 75% zurückgegangen und habe damit ein großes Stück Lebensqualität zurück bekommen. Ich hätte nie gedacht das es nach so kurzer Zeit so gut werden kann. Durch Annis Positiver Energie und ihren Impulsen an den richtigen stellen hat Sie mich zum Umdenken in Bezug auf meinen Körper und seine Warnsignale gebracht.Auch bei dem Umgang mit meinem doch sehr hohen Stress Level im Berufsleben habe ich sehr viele Tipps und Tricks bekommen besser damit umzugehen und das Level zu reduzieren.Vielen Dank Anni das du dich mit deiner Energie und deinem Fachwissen meiner Angenommen hast 😁👍🏻."

Hast Du noch Fragen?

Muss ich immer erst eine Erstanalyse machen oder kann ich auch ohne starten?

Ohne Erstanalyse geht es nicht. Sie ist Voraussetzung für jede weitere Zusammenarbeit. Sie dient dazu, deine Beschwerden ganzheitlich zu verstehen und zu prüfen, ob ich die richtige Ansprechpartnerin für Dich bin.

Wie läuft eine Schmerz-Erstanalyse ab?

Die Erstanalyse ist eine gezielte Nervensystemanalyse. Wir schauen uns an, wie Dein Körper auf verschiedene Reize reagiert – z. B. über die Augen, Dein Gleichgewicht, Deine Atmung und Deine Körperspannung.
Ziel ist es, zentrale (Stress-)Muster Deines Systems aufzudecken, bisher noch nicht gesehene Zusammenhänge zu erkennen und konkrete Ansätze abzuleiten, die Du direkt umsetzen kannst. Im Anschluss an den Termin erhältst Du alle wichtigen Erkenntnisse schriftlich zusammengefasst. Die Schmerz-Erstanalyse ist KEINE Sporteinheit.

Bin ich nach der Erstanalyse verpflichtet weiterzumachen?

Nein. Die Erstanalyse ist ein eigenständiger Termin.
Du entscheidest danach ganz in Ruhe, ob Du weitermachen möchtest oder nicht.

Was, wenn ich keine neuen Erkenntnisse bekomme und Du mir auch nicht helfen kannst?

Bisher ist es noch nicht vorgekommen, dass keine neuen Erkenntnisse da waren. Ergebnisse garantieren kann ich aber natürlich nicht. Was ich Dir versprechen kann: Ich gebe alles, um mit Dir für Dich wieder einen Weg zu mehr Lebensqualität zu finden.

Wie kann ich starten?

Wir lernen uns erstmal unverbindlich am Telefon kennen und klären dann alles weitere. Buch Dir jetzt Dein Erstgepsräch

Kann ich starten, obwohl ich aktuell Schmerzen habe?

Ja, solltest Du sogar. Ich empfehle grundsätzlich vorher ärztlich abklären zu lassen, ob strukturelle Befunde vorliegen, wie z. B. Bandscheibenvorfall, Arthrose, o.ä.
Ich setze dort an, wo Beschwerden bestehen (bleiben), obwohl medizinisch „alles okay“ ist oder bereits behandelt wurde.

Wie schnell kann ich erste Veränderungen erwarten?

Erste Veränderungen können bereits in der Erstanalyse spürbar sein. Nachhaltige Veränderung entsteht jedoch durch Wiederholung und Umsetzung im Alltag. Wie schnell das geht, ist individuell und stark von dem abhängig, was Du zwischen den Sessions zu Hause umsetzt. Der Fokus liegt auf Verstehen und langfristiger Veränderung, nicht auf schnellen Versprechen. Das halte ich für unprofessionell.

Bei welchen Diagnosen/Beschwerdebildern kannst Du helfen?

Grundsätzlich vergebe ich keine Diagnosen, doktore auch nicht an solchen herum und gebe auch keine Heilversprechen oder ähnliches. Erfolgreiche Linderung von Beschwerden konnten wir in meinen Coaching bereits erreichen für Menschen, die folgende Beschwerden mitgebracht haben: Kalkschulter, entzündete Gelenke, Bandscheibenvorfall, ISG-Blockade, Gürtelrose/Nervenschmerzen, Fibromyalgie, chronische Verspannungen, Post-OP-Gelenkschmerzen, Arthrose (Schulter, Knie, etc), Endometriose, Überlastungssymptome, unspezifische Schmerzen, Migräne & Kopfschmerzen, u.a.

Wobei ich nicht helfen kann: Akute Verletzungen/Frakturen, Tumore, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen, u.ä.

Kann das auch bei mir funktionieren? Warum sollte das anders sein als alles andere, was ich versucht habe?

Oft wird nur lokal auf Symptome geschaut. Wenn der Rücken wehtut, dann schaut man über MRT/Röntgen/Physios, etc auch nur auf den Rücken. Ich gehe das Ganze ganzheitlicher an. Wir schauen auf Spannungsverhältnisse im gesamten Körper, das Nervensystem als Basis und beziehen vor allem auch “unsichtbare” Einflussfaktoren wie z. B. Stress, Reiz-Sensibilität, Bewegungsqualität, Atmung u.v.m. mit ein. Das eröffnet oft neue Ansatzpunkte, mit viel Potenzial, die bisher nicht berücksichtigt wurden.

Gibt es Ratenzahlung? Gibt es eine Geld-zurück-Garantie?

Ja, es gibt flexible Möglichkeiten: Einmalzahlung, Ratenzahlung oder auf Wunsch auch eine Zahlung pro Einheit. Wir finden gemeinsam eine Lösung, die für Dich passt.

Nein, es gibt keine Geld-zurück-Garantie. Stattdessen lege ich großen Wert auf Transparenz und darauf, dass Du vorab genau weißt, was Dich erwartet.

Wo findet das Coaching statt? Ist das Online?

Vor Ort in Kisdorf, Kaltenkirchen oder Norderstedt. In gesonderten Fällen kann auch ein Coaching bei Dir zu Hause sinnvoll sein. Das klären wir gemeinsam, wenn es soweit ist. Online-Coachings mache ich in diesem Bereich nicht.

Machen wir in den Coachings Sport oder wie kann ich mir das vorstellen?

Nein, zumindest nicht so, wie Du es kennst. Das Nervensystem verarbeitet Informationen und steuert unter anderem Bewegung, Spannung, Stimmung und Stressreaktionen. Genau dort setzen wir an – je nach Beschwerdebild und Bedarf plane ich jede Einheit individuell auf Dich abgestimmt. So liegt der Fokus mal auf Bewegungsschulung und mal auf Gesprächen zum Herausarbeiten mentaler Blockaden & Ressourcen. Je nach Erkenntnissen aus Deiner Erstanalyse kann der Schwerpunkt unterschiedlich liegen: Bewegung, Atmung, Stress, Energiemanagement, Gewohnheiten und mehr.

Wie lange geht ein Coaching?

Das Gruppenprogramm läuft 12 Wochen mit insgesamt 6 Gruppeneinheiten, immer im 2-Wochen-Rhythmus. Die Gruppensessions sind entspannt für Dich am Wochenende einplanbar. Zusätzlich gibt es nach ca. 4-6 Wochen eine 1:1 Einheit mit Dir und mir, die wir individuell terminieren.

Im 1:1 Setting hat sich eine Begleitung von 3 Monaten als minimal effektive Dauer gezeigt. Für wirklich nachhaltige Veränderung sind 6 Monate (und mehr) in der Regel zielführender. Für maximale Flexibilität und Fortschrittskontrolle, sind auch kürzere Begleitungszeiträume möglich mit Verlängerung nach Absprache. Etwas ist erfahrungsgemäß besser als nichts. Die Sessions finden dabei zu Beginn im 2-Wochen-Rhythmus und bei längerer Begleitung im 4-6-Wochen-Rhythmus statt. Zwischendrin bin ich jederzeit via WhatsApp erreichbar.