Schmerz ist nicht, dass etwas kaputt ist

Veröffentlicht am
03 July 2026
Zwei Frauen in einem hellen Raum, eine steht aufrecht mit grauem Shirt und Brille, die andere in weißem Shirt zeigt mit der Hand nach unten.

Warum Dein Körper Schmerzen haben kann, obwoh nichts (mehr) kaputt ist

Schmerzen sind ungeil.

Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Sie ziehen Aufmerksamkeit, Energie & Kontrolle. Irgendwann kreist plötzlich alles darum:

„Was, wenn ich es schlimmer mache?“
„Warum hört das nicht auf?“
„Müsste man da nicht endlich etwas sehen?“

Und genau das macht langanhaltende Beschwerden für viele Menschen so zermürbend: Nicht nur der Schmerz selbst, sondern dieses ständige Nicht-Verstehen. Also macht man, was man eben so macht.

Man geht zum nächsten Termin.
Probiert die nächste Therapie.
Das nächste Training.
Die nächste Übung.
Die nächste Behandlung.

Immer mit der Hoffnung: „Vielleicht findet jetzt endlich jemand die wirkliche Ursache.“ Denn der Schmerz ist real. Also muss doch auch etwas kaputt sein. Oder?

Nicht unbedingt. Denn- jetzt wird’s wild - Schmerz bedeutet nicht automatisch Schaden.

Schmerz ist ein Ergebnis, keine Sinnesempfindung

Das ist einer der wichtigsten Sätze überhaupt, wenn es um Schmerzen geht. Denn Schmerz ist nicht einfach etwas, das aus deinem Körper „herauskommt“. Schmerz ist ein Signal, das dein Gehirn erzeugt. Immer. Der Schmerz hat dabei ein einziges wichtiges Ziel: Dich zu schützen.

Die heiße Herdplatte

Wir alle kennen die Situation der heißen Herdplatte. Du ziehst deine Hand reflexartig zurück. Kernfrage: Warum?

Nicht, weil die Herdplatte selbst „Schmerz enthält“, sondern weil dein System die Hitze richtigerweise als potenziell gefährlich bewertet.

Der Schmerz ist also nicht das Problem. Der Schmerz ist bereits die Lösung deines Systems. Eine ziemlich clevere sogar, denn ohne Schmerz würde uns ein wichtiges Alarmsystem fehlen.

Schmerz ist Schutz

Unser Nervensystem bewertet pausenlos alles, was um uns herum und auch in uns passiert:

  • sicher oder unsicher
  • ungefährlich oder potenziell gefährlich
  • Belastung machbar oder zu viel

Und auf Basis dieser Bewertung entscheidet Dein System, welche Schutzmechanismen notwendig sind. Einen davon kennst Du schon: Schmerz. Andere Schutzmechanismen sind z.B. Verspannungen, Erschöpfung, Müdigkeit, Rückzug, Verstimmtheit, Schonung oder Bewegungsvermeidung.

Unser Körper ist also nicht doof und versucht auch nicht, gegen uns zu arbeiten. Er versucht stattdessen die ganze Zeit, uns irgendwie sicher durch den Tag zu bringen.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt

Eine Gefahrenerwartung bedeutet nicht automatisch echte strukturelle Gefahr. Auf Deutsch: nur weil wir Schmerzen haben, bedeutet das nicht automatisch, dass auch tatsächlich etwas im Körper kaputt, gerissen oder ähnlich beschädigt ist.

Das Nervensystem arbeitet nämlich nicht nur mit dem, was tatsächlich passiert. Sondern vor allem mit "hätte - könnte -würde"-Szenarien. Eben wie eine gute Helikopter-Muddie. Wie stark unser System dann tatsächlich in den Panik-Modus verfällt, wird durch viele Faktoren beeinflusst, wie z.B. durch:

  • negative Erfahrungen in der Vergangenheit
  • Stress
  • Schlaf & Energiereserven
  • Emotionen & mentale Anspannungen
  • Aufmerksamkeit & Reizfilterung
  • Belastungsmuster
  • Gewohnheiten
  • vergangene Verletzungen

Das bedeutet: Dein Körper kann Schmerzen erzeugen, obwohl strukturell gar nichts akut kaputt ist.

Und ganz wichtig: Das bedeutet NICHT, dass der Schmerz eingebildet ist. Schmerz ist real, IMMER! Er ist nur nicht immr auf einem MRT oder Röntgenbild sichtbar.

Warum das besonders bei langanhaltenden Schmerzen wichtig ist

Gerade bei länger anhaltenden Beschwerden passiert häufig Folgendes: Das Nervensystem lernt über die Zeit immer schneller Schutz auszulösen, wie ein überempfindlicher Rauchmelder.

Eigentlich eine gute Idee.Nur irgendwann reicht möglicherweise schon sehr wenig, damit das System Alarm schlägt und so ist man gefühltdauerhaft im angespannten Schmerzmodus, egal ob

  • bei eigentlich normalen Bewegungen
  • nach stressigen Tagen
  • in emotional belastenden Situationen
  • bei zu wenig Schlaf
  • oder manchmal scheinbar „grundlos“.

Ohne das Grundverständnis hinter dem Schmerz ist genau das auf den ersten Blick so unlogisch und scheint willkürlich.

Befunde zeigen nur die halbe Wahrheit

Wenn man rein von den Bildern ausgeht, ist oft richtig, dass "nichts zu sehen" ist. ABER, wie Ihr jetzt wisst, wird dabei eine ganz wichtige Tatsache vernachlässigt: Schmerz entsteht nicht im Gewebe/Körper, sondern im (unsichtbaren) Nervensystem.

Chronische Spannung, Stressphysiologie, Schutzmuster, Überlastung oder dauerhafte Alarmzustände sieht man häufig nicht auf einem MRT und trotzdem beeinflussen sie massiv, wie viel Schmerz wir empfinden.

Schmerz ist nicht willlkürlich

Fazit: Schmerz passiert nicht einfach zufällig, auch wenn er sich manchmal genau so anfühlt.

Unser Nervensystem ist logisch aufgebaut. Es reagiert auf Informationen, Erfahrungen, Gesamtbelastung und Gefahrenerwartung.

Was das für dich bedeuten kann

In den meisten meiner Coachings geht es also erstmal darum, nicht NOCH eine Übung auszuführen oder NOCH eine Therapie nach dem Gießkannenprinzip zu versuchen (= wir machen mal immer mehrund immer häufiger, sodass irgendwann irgendwas bestimmt funktioniert), sondern einen Schritt zurückzutreten und zum ersten mal anzufangen, die Logik hinter dem eigenen Schmerz besser zu verstehen:

  • Wann reagiert der Körper?
  • Was war in den Stunden/Tagen davor im Körperspürbar, wenn auch nicht ganz so laut wie der Schmerz?
  • Wann wird es schlimmer?
  • Wann etwas besser?
  • Welche Muster zeigen sich?

Mit der Zeit bilden sich Muster ab, die Klarheit bringen. Und genau so können wir GEZIELT an den größten Hebeln die Gesamtbelastung für Dein System runterschrauben und Maßnahmen ergreifen, die Deinem Helicopter-Muddie-System mehr Sicherheit bieten.

Danke, dass Du hier bist!

Deine Anni

Was meine Kunden sagen

Menschen, die den Schritt gegangen sind – und spürbar etwas verändert haben.

"Ich gehöre zur älteren Fraktion (Ü60), bin übergewichtig und habe irgendwann gemerkt, dass ich - abgesehen von zweimal wöchentlich Yoga - mehr für meine Gesundheit tun muss. Beim OutdoorFitness finde ich genau das, was ich brauche: Kardio, Ausdauer und Muskelaufbau - und das alles an der frischen Luft !Ich bin nun seit knapp einem Jahr dabei und war in dieser Zeit nicht einmal erkältet. Das Team ist sehr nett, ich fühle mich voll akzeptiert und gut aufgehoben. Anni ist ein MegaCoach. Sie gestaltet die Stunden sehr abwechslungsreich und ist dabei professionell, motivierend und humorvoll. Jedes Mal schafft sie es, mich aus dem stressigen Alltag herauszuholen"
"Ich war bei Anni wegen meiner Migräne sowie Verspannungen und schlechte Haltung. Ich dachte, ich hab schon alles dazu gehört, aber Anni hat alles noch einmal neu aufgerollt und ganz neue Erkenntnisse gebracht. Es war alles sehr gut erklärt und logisch. Ich freue mich nun auf meine persönliche Optimierung sowie die weitere Zusammenarbeit. Wer gerne an sich und seiner Gesundheit arbeiten möchte, sollte unbedingt mal eine Erstanalyse bei Anni buchen!"
Logo Anni Liza Kallsen
Lisa Rose
"Ich habe den Schmerzworkshop bei Anni besucht und bin total begeistert, denn man nimmt ja von jedem Workshop oder von jeder Fortbildung etwas mit, doch hier war es sogar noch mehr - es wird über sich hinaus gewachsen und das schönste ist, dass die praktischen Übungen immer wieder schnell und in weniger als 2 Minuten in den täglichen Alltag übertragen werden können. Vielen Dank für diese wichtige Zeit für MICH ;-)"
Logo Anni Liza Kallsen
T. J.
"Ich hatte bis jetzt 9 Treffen mit Anni wegen Schmerz reduzierung im Rücken. Die Schmerzen sind um mehr als 75% zurückgegangen und habe damit ein großes Stück Lebensqualität zurück bekommen. Ich hätte nie gedacht das es nach so kurzer Zeit so gut werden kann. Durch Annis Positiver Energie und ihren Impulsen an den richtigen stellen hat Sie mich zum Umdenken in Bezug auf meinen Körper und seine Warnsignale gebracht.Auch bei dem Umgang mit meinem doch sehr hohen Stress Level im Berufsleben habe ich sehr viele Tipps und Tricks bekommen besser damit umzugehen und das Level zu reduzieren.Vielen Dank Anni das du dich mit deiner Energie und deinem Fachwissen meiner Angenommen hast 😁👍🏻."

Hast Du noch Fragen?

Muss ich immer erst eine Erstanalyse machen oder kann ich auch ohne starten?

Ohne Erstanalyse geht es nicht. Sie ist Voraussetzung für jede weitere Zusammenarbeit. Sie dient dazu, deine Beschwerden ganzheitlich zu verstehen und zu prüfen, ob ich die richtige Ansprechpartnerin für Dich bin.

Wie läuft eine Schmerz-Erstanalyse ab?

Die Erstanalyse ist eine gezielte Nervensystemanalyse. Wir schauen uns an, wie Dein Körper auf verschiedene Reize reagiert – z. B. über die Augen, Dein Gleichgewicht, Deine Atmung und Deine Körperspannung.
Ziel ist es, zentrale (Stress-)Muster Deines Systems aufzudecken, bisher noch nicht gesehene Zusammenhänge zu erkennen und konkrete Ansätze abzuleiten, die Du direkt umsetzen kannst. Im Anschluss an den Termin erhältst Du alle wichtigen Erkenntnisse schriftlich zusammengefasst. Die Schmerz-Erstanalyse ist KEINE Sporteinheit.

Bin ich nach der Erstanalyse verpflichtet weiterzumachen?

Nein. Die Erstanalyse ist ein eigenständiger Termin.
Du entscheidest danach ganz in Ruhe, ob Du weitermachen möchtest oder nicht.

Was, wenn ich keine neuen Erkenntnisse bekomme und Du mir auch nicht helfen kannst?

Bisher ist es noch nicht vorgekommen, dass keine neuen Erkenntnisse da waren. Ergebnisse garantieren kann ich aber natürlich nicht. Was ich Dir versprechen kann: Ich gebe alles, um mit Dir für Dich wieder einen Weg zu mehr Lebensqualität zu finden.

Wie kann ich starten?

Wir lernen uns erstmal unverbindlich am Telefon kennen und klären dann alles weitere. Buch Dir jetzt Dein Erstgepsräch

Kann ich starten, obwohl ich aktuell Schmerzen habe?

Ja, solltest Du sogar. Ich empfehle grundsätzlich vorher ärztlich abklären zu lassen, ob strukturelle Befunde vorliegen, wie z. B. Bandscheibenvorfall, Arthrose, o.ä.
Ich setze dort an, wo Beschwerden bestehen (bleiben), obwohl medizinisch „alles okay“ ist oder bereits behandelt wurde.

Wie schnell kann ich erste Veränderungen erwarten?

Erste Veränderungen können bereits in der Erstanalyse spürbar sein. Nachhaltige Veränderung entsteht jedoch durch Wiederholung und Umsetzung im Alltag. Wie schnell das geht, ist individuell und stark von dem abhängig, was Du zwischen den Sessions zu Hause umsetzt. Der Fokus liegt auf Verstehen und langfristiger Veränderung, nicht auf schnellen Versprechen. Das halte ich für unprofessionell.

Bei welchen Diagnosen/Beschwerdebildern kannst Du helfen?

Grundsätzlich vergebe ich keine Diagnosen, doktore auch nicht an solchen herum und gebe auch keine Heilversprechen oder ähnliches. Erfolgreiche Linderung von Beschwerden konnten wir in meinen Coaching bereits erreichen für Menschen, die folgende Beschwerden mitgebracht haben: Kalkschulter, entzündete Gelenke, Bandscheibenvorfall, ISG-Blockade, Gürtelrose/Nervenschmerzen, Fibromyalgie, chronische Verspannungen, Post-OP-Gelenkschmerzen, Arthrose (Schulter, Knie, etc), Endometriose, Überlastungssymptome, unspezifische Schmerzen, Migräne & Kopfschmerzen, u.a.

Wobei ich nicht helfen kann: Akute Verletzungen/Frakturen, Tumore, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen, u.ä.

Kann das auch bei mir funktionieren? Warum sollte das anders sein als alles andere, was ich versucht habe?

Oft wird nur lokal auf Symptome geschaut. Wenn der Rücken wehtut, dann schaut man über MRT/Röntgen/Physios, etc auch nur auf den Rücken. Ich gehe das Ganze ganzheitlicher an. Wir schauen auf Spannungsverhältnisse im gesamten Körper, das Nervensystem als Basis und beziehen vor allem auch “unsichtbare” Einflussfaktoren wie z. B. Stress, Reiz-Sensibilität, Bewegungsqualität, Atmung u.v.m. mit ein. Das eröffnet oft neue Ansatzpunkte, mit viel Potenzial, die bisher nicht berücksichtigt wurden.

Gibt es Ratenzahlung? Gibt es eine Geld-zurück-Garantie?

Ja, es gibt flexible Möglichkeiten: Einmalzahlung, Ratenzahlung oder auf Wunsch auch eine Zahlung pro Einheit. Wir finden gemeinsam eine Lösung, die für Dich passt.

Nein, es gibt keine Geld-zurück-Garantie. Stattdessen lege ich großen Wert auf Transparenz und darauf, dass Du vorab genau weißt, was Dich erwartet.

Wo findet das Coaching statt? Ist das Online?

Vor Ort in Kisdorf, Kaltenkirchen oder Norderstedt. In gesonderten Fällen kann auch ein Coaching bei Dir zu Hause sinnvoll sein. Das klären wir gemeinsam, wenn es soweit ist. Online-Coachings mache ich in diesem Bereich nicht.

Machen wir in den Coachings Sport oder wie kann ich mir das vorstellen?

Nein, zumindest nicht so, wie Du es kennst. Das Nervensystem verarbeitet Informationen und steuert unter anderem Bewegung, Spannung, Stimmung und Stressreaktionen. Genau dort setzen wir an – je nach Beschwerdebild und Bedarf plane ich jede Einheit individuell auf Dich abgestimmt. So liegt der Fokus mal auf Bewegungsschulung und mal auf Gesprächen zum Herausarbeiten mentaler Blockaden & Ressourcen. Je nach Erkenntnissen aus Deiner Erstanalyse kann der Schwerpunkt unterschiedlich liegen: Bewegung, Atmung, Stress, Energiemanagement, Gewohnheiten und mehr.

Wie lange geht ein Coaching?

Das Gruppenprogramm läuft 12 Wochen mit insgesamt 6 Gruppeneinheiten, immer im 2-Wochen-Rhythmus. Die Gruppensessions sind entspannt für Dich am Wochenende einplanbar. Zusätzlich gibt es nach ca. 4-6 Wochen eine 1:1 Einheit mit Dir und mir, die wir individuell terminieren.

Im 1:1 Setting hat sich eine Begleitung von 3 Monaten als minimal effektive Dauer gezeigt. Für wirklich nachhaltige Veränderung sind 6 Monate (und mehr) in der Regel zielführender. Für maximale Flexibilität und Fortschrittskontrolle, sind auch kürzere Begleitungszeiträume möglich mit Verlängerung nach Absprache. Etwas ist erfahrungsgemäß besser als nichts. Die Sessions finden dabei zu Beginn im 2-Wochen-Rhythmus und bei längerer Begleitung im 4-6-Wochen-Rhythmus statt. Zwischendrin bin ich jederzeit via WhatsApp erreichbar.